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Amtsgericht Hamm
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Zum 1. Oktober 1879 wurden die ersten Amtsgerichtsräte Kapp und Dierichs beim Amtsgericht in Hamm ernannt. Zunächst war das Gericht bis 1894 im Hause Marktplatz 10 – im so genannten "Kammergebäude" untergebracht. Dann zog es zusammen mit dem Oberlandesgericht Hamm in das heutigen Rathausgebäude ein.
In den Jahren 1926-29 erfolgte der Bau eines neuen Amtsgerichtsgebäudes in der Borbergstraße. Am 15. August 1929 wurde das neue Haus bezogen. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude 1944 stark zerstört, jedoch 1948 im alten Stil wieder aufgebaut. Am 3. Juni 1985 erfolgte die Eintragung des Amtsgerichts in die Denkmalliste.
Das Amtgericht beherbergte ständig "Gäste". So war von 1959 bis 1978 das Landesarbeitsgericht Hamm dort untergebracht. Seit 1929 befindet sich auch die Staatsanwaltschaft Dortmund-Zweigstelle Hamm in dem Gebäude, zeitweise auch noch die Justizoberkasse beim Oberlandesgericht und das Katasteramt. Außerdem wurde bis zum Jahre 1982 im Amtsgerichtsgebäude in acht Zellen an den Wochenenden Jugendfreizeitarrest vollstreckt. Auf Grund von Gebietsreformen wurden dem Amtsgericht die Stadtteile Heessen und Bockum-Hövel zugeschlagen.

