Jakobuskirche
Die evangelische Jakobuskirche befindet sich im Stadtbezirk Pelkum.
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Geschichte
Vergleichbar der Kirche St. Victor in Herringen kann man auch der Kapelle und späteren Jakobuskirche in Pelkum ein hohes Alter zusprechen. Die Kirche in ihrer heutigen Gestalt stammt aus drei Bauzeiten. Die ältesten Teile sind der Turm, mit Ausnahme des oberen Stockwerkes sowie seine beiden seitlichen, pultförmigen Anbauten. Hierbei handelt es sich um Reste einer nicht mehr bestehenden romanischen Kirche.
Der weiße Schlämmputz zum Schutz des grob geschichteten Bruchsteinmauerwerks hat nach der letzten Renovierung Mitte der siebziger Jahre den Gesamteindruck sehr vereinheitlicht. Der viergeschossige Turm erhebt sich auf quadratischem Grundriss völlig ungegliedert aus dem Unterbau. Das Glockengeschoss, dass im heutigen Bestand nicht zum ursprünglichen Bau gehört, hat vier rundbogige Schallöffnungen. Nach einem Abschlussgesims setzt darauf der Helm als schlichtes, vierseitiges Zeltdach an.
Das Kirchenschiff ist ein querrechteckiger Saal, unterteilt in zwei schmale Gewölbejoche. Es wurde 1738/39 errichtet. Dabei ist außen wie innen der Bau völlig schmucklos. Lediglich das recht eindrucksvolle Glasfenster mit der Kreuzigungsgruppe, das von dem Glasmaler Victor von der Forst aus Münster stammt, bietet eine gelungene Komposition und farbliche Abstimmung, die einen bedeutenden Akzent in der schlichten Kirche setzt. Pfarrkirche und das sie umgebende historische Häuserensemble bieten ein eindrucksvolles kleinstädtisches Ambiente.
Gemeinde
Die reformierte Gemeinde unterhielt eine Elementarschule (belegt 1775).
Pfarrerinnen und Pfarrer
- 1581–1614: Heinrich Rupe
- 1614–1623: Wilhelm Sanderius
- 1623–1653: Reinhard Nuntius
- 1653 : Johannes Nuntius, Sohn des Reinhard N., wird zum Vikar ernannt
- 1654–1656: Ludolp Teuto, vice-curatus
- 1656–1657: Johannes Weingius
- 1657–1696: Johannes Nuntius
- 1696–1701: Johann Wallenkamp
- 1701–1720: Georg Westerhoff
- 1721 – 1728: Johann Hermann Auffmordt
- 1729 – 1755: Emich Neuhaus
- 1756 – 1761: Heinrich Franz Clüsener
- 1761 – 1800: Johann Gisbert Fabricius
- 1800 – 1837: Gottfried Doerth
- 1837 – 1879: Karl Davidis
- 1879 – 1919: Wilhelm Krüger
- 1920–1957: Alfred Werner
- 1958–1963: Hans-Georg Hellwich
- 1964–1979: Wolfgang Schade
- 1980–2000: Rüdiger Weisser
- seit 2001: Gabriele Wedekind
Anschrift
Pelkumer Kirchplatz
59077 Hamm
Weblinks
http://www.pelkum.kirchenkreis-hamm.de/gemeinde/uns_kirche.htm
Literatur
- Das reformierte Schulwesen in Pelkum in den Jahren 1807 - 1809, in: Heinrich Obhues: Schule im Umbruch. Frühe kommunale Schulpolitik zwischen Ancien régime und Vormärz im Kreis Hamm 1770-1830, Bochum 1986 (= Dortmunder Arbeiten zur Schulgeschichte und zur historischen Didaktik 12), S. 103-125.